Katzenbergtunnel

Rückblick 2005

Video-Tübbing-Herstellung-Transport

  

           

Südportal

04.12.12-Tunnel Einweihung

 

 

aktualisiert am:29/04/16

  H.Seidt

 

 

 

 

 

In der 10.000 Quadratmeter großen Halle produzieren zwei spiegelsymetrische aufgebaute Umlaufanlagen bei vollem Betrieb zirka 170 Tübbinge am Tag-

dabei wird rund um die Uhr und sieben Tage die Woche gearbeitet.

Für den Bau der beiden je 8494 Meter langen Röhren des Katzenbergtunnel werden insgesamt 63.000 Tübbinge benötigt

Sieben Tübbinge bilden ein Ringelement von zwei Meter Länge. Der Innendurchmesser eines Tübbingrings beträgt 9,6 Meter, außen hat er einen Durchmesser von 10,8 Meter.

Auf Grund des Wasser- und Quelldruckverhältnisse ist beim Katzenbergtunnel eine kreisrunde Tunnelform der optimale Querschnitt.

Die großen Tübbingelemente haben ein Gewicht von jeweils 16 Tonnen, der kleine Schlussstein wiegt immerhin noch 4 Tonnen.

Der Produktionsprozess in der Arbeitslinie beginnt mit der Reinigung der Schalung und dem anschließenden Besprühen mit Trennmittel. Danach werden Einbauteile, Bewehrung und Schraubenkonen installiert und die Schalung geschlossen. Nach erfolgter Kontrolle werden die Tübbinge betoniert und verdichtet. Der Beton für die Herstellung der Tübbinge wird ebenfalls auf der Fläche der Baustelleneinrichtung hergestellt. Zement und Flugasche werden in insgesamt fünf Silos gelagert, die über eine fest installiert Leitung auf der Südseite der Tübbingproduktionsanlage befüllt werden. In einer Kiesgrube in Kleinkems wir der Zuschlag über eine eigens dafür errichtete Brecheranlage gefördert mit LKWs zur Baustelle transportiert und dort in Zuschlagssilos gelagert, das Anmischen des Betons erfolgt über zwei baugleiche Mischanlagen, diese werden über eine zentrale Leitstelle gesteuert.

 

 

 

Im Laufe der Bauzeit werden cirka

 70.000 Tonnen Zement und 350.000 m³ Beton verarbeitet

es wird wasserundurchlässiger Beton Festigkeitsklasse B 45 ( 35/ 45 ) vergossen.

Die Zugabe von Flugasche bewirkt, daß die Oberfläche sehr glatt wird

und die Toleranzen von 2-2,5 mm eingehalten werden können

 

 

 

 

 

 

Tübbingtransporte im Katzenbergtunnel

 

In einem völlig neuen Transportbereich ist Scheuerle mit der Entwicklung eine neues Transportsystem für den Tunnelbau am Katzenbergtunnel vorgestoßen.

Mit dem " Beaver" wurde ein Hochleistungsgerät realisiert.

 

doppelte Fahrzeugkombination

 

Beide Fahrzeugeinheiten sind durch eine " intelligente " Zug- und Schubstange miteinander mechanisch/elektronisch verbunden. Durch eine eingebaute Messtechnik erkennt die Verbindungsstange die Kraftverhältnisse beider Fahrzeuge und wirkt regelnd bei entsprechenden Abweichungen ein. Somit ist gewährleistet, dass das vorausfahrende Fahrzeug als " Master " immer in Zugposition bleibt, und das nachfolgende als " Sklave " trotz gleichwertiger Antriebsleistung immer in gezogener Position bleibt

 

Auch für das Bedienpersonal ist für Sicherheit gesorgt. So wird die Fahrerkabine ständig mit Überdruck beaufschlagt, um im Falle einer Rauchentwicklung im Tunnel die Kabine rauchfrei zu halten. Damit bleibt der Fahrer in der Lage, sein Fahrzeug auch in Notsituationen sicher zu steuern zu können. Die Fahrzeuge sind mit einer Allradlenkung ausgestattet, die besonders im Andockbereich an den Be und Entladestationen von Vorteil sind.

So lassen sich zum Beispiel die Räder im "Hundgang" steuern, was ein Schrägfahren der gesamten Fahrzeugkombination ermöglicht.

 

Es wird eine hohe Fahrstabilität des Gliederzuges erreicht, die vor allem bei Geschwindigkeiten bis

   30 km/h in der beengten Tunnelröhre ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist

 

 

Jede Fahrzeugeinheit ist mit einem Dieselmotor ausgestattet, der mit einer Leistung von 127 kw bei 2000 UPM betrieben wird. Jeder Dieselmotor treibt eine Hydraulikpumpe an, die wiederum Hydraulikmotoren in den Fahrzeugachsen antreiben.

Dieser hydrostatische Fahrantrieb sorgt zum einen für ein feinfühliges Fahren und zum andern eine gleichwertige Fahrgeschwindigkeit in beide Richtungen. Dies ist Voraussetzung, da die Fahrzeuge im Tunnel nicht wenden können

Die abgasarmen Dieselmotoren sind mit einem besonderen Luftführungs und Filtersystem ausgestattet, das eine Schadstoffanreicherung im Tunnel verhindert